NIFE-Hannover
AG "EX-VIVO ORGAN PERFUSION" (Dr. Bettina Wiegmann)WG "EX-VIVO ORGAN PERFUSION" (Dr. Bettina Wiegmann)
NIFE-Hannover
Menü

NIFE Video

NIFE - Making-of

Unsere Partner

AG "EX-VIVO ORGAN PERFUSION" (Dr. Bettina Wiegmann)

Kontakt
Leiter/in Institut / Klinik: Prof. Dr. Axel Haverich
Stellvertretung vor Ort (NIFE): Dr. Bettina Wiegmann
Mail: Wiegmann.Bettina@mh-hannover.de

Forschungsthemen: Ex-vivo Lungenperfusion, ex-vivo Herzperfusion, Organ Care System, XVIVO-System, ex-vivo Regeneration, ex-vivo Immuntherapie, ex-vivo Gentherapie, ex-vivo Tumortherapie, ex-vivo Infektionstherapie

Kurzbeschreibung der AG

Basierend auf der zunehmenden Diskrepanz zwischen Organempfängern und Organspendern versterben immer mehr Patienten auf der Warteliste zur Organtransplantation. Zudem führt der sogenannte Ischämie-Reperfusionsschaden im Rahmen der Organtransplantation zur akuten und chronischen Abstoßungen der transplantierten Organe. Diese Probleme adressierend, wurden in den letzten Jahren ex-vivo Organperfusionssysteme (z. B. Herz, Lunge, Leber, Niere) entwickelt, die einerseits eine größere geographische Flexibilität im Rahmen des Spendermanagements zulassen, sowie die Re-Evaluation potentieller Spenderorgane ermöglichen und dadurch die Anzahl verfügbarer Spenderorgane erhöhen. Andererseits könne die Organe in den ex-vivo Systemen (körper-)warm mit Nährlösungen perfundiert werden und tragen somit zur Reduktion des Ischämie-Reperfusionsschadens bei, folglich zu einer Verbesserung der Ergebnisse nach der Organtransplantation.

Neben der Optimierung und Spektrumserweiterung der ex-vivo Organperfusion (z. B. Extremitätenperfusion) im Rahmen der allogenen (körperfremden) Transplantation, hat die Weiterentwicklung der modernen Medizin eine Vielzahl weiterer möglicher interdisziplinärer ex-vivo Therapieansätze eröffnet, an deren Entwicklung und Etablierung die Arbeitsgruppe arbeitet. Hierbei handelt es sich um höchst innovative Strategien, im Sinne von regenerativen, immunologischen, zell-basierten, pharmakologischen, sowie anti-tumorösen und anti-infektiösen Therapieansätzen für die verschiedenen, ex-vivo perfundierbaren Organe im Rahmen autologer (körpereigener) Replantationen. Dem translationalen Gedanken folgend könnte das entsprechende Organ ex-vivo therapiert werden, während der Patient für diesen Zeitraum zur allgemeinen Stabilisierung mit dem entsprechenden Organersatzverfahren (z. B. Dialyse, extrakorporale Membranoxygenierung) verbunden ist. Danach folgt sich die autologe Replantation des zuvor ex-vivo therapierten Organes.

  1. Im Rahmen interdisziplinärer Projekten werden die o.g. ex-vivo Therapieansätze mit denen der in-vivo Therapie im Klein- und Großtiermodell analysiert

  2. Die weitreichende Expertise der Arbeitsgruppe ermöglicht die jeweilige individuelle und projektspezifische Adaptation der ex-vivo Perfusionsgeräte (z. B. CT-/MRT-Applikation)

  3. Ebenso ermöglicht die ex-vivo Anwendung die organ- und projektspezifische Adaptation des ex-vivo Milieus (z. B. Perfusionsdruck, -geschwindigkeit, pO2, pCO2, Hämoglobin-Gehalt der die Perfusionslösung)

  4. Zudem ist die Arbeitsgruppe fokussiert auf die Entwicklung, Analyse und Etablierung der nachfolgend genannten innovativen Therapiestrategien, sowohl den Bereich der allogenen Transplantation, als auch der autologen Replantation betreffend:

    1. Regenerative ex-vivo Medizin / Tissue engineering / zellbasierte Therapiestrategien

    2. Ex-vivo Tumortherapie (ex-vivo Strahlentherapie und Hochdosis-Chemotherapie)

    3. Ex-vivo Immuntherapie (z. B. ex-vivo MHC-Silencing)

    4. Ex-vivo Infektionstherapie (z. B. Applikation von Hochdosis-Antibiotikatherapie,

    5. Ex-vivo Gentherapie (z. B. ex-vivo Korrektur von genetischen Erkrankungen)

  5. Vorteile der ex-vivo im Vergleich zur in-vivo Therapie sind u. a. die lokale, organspezifisch begrenzte Therapiemöglichkeit, das Fehlen dosislimitierender systemischer Nebenwirkungen mit der Möglichkeit der Dosissteigerung und einer konsekutiven effektiveren Therapie